Kollateralschaden Roth
4. März 2008 | Von tio85 | Kategorie: MeldungenDa musste ich gerade doch sehr schmunzeln als ich auf der Seite des Spiegels folgenden Artikel über den Rücktritt Bütikhofers als Parteichef der Grünen las. (Hervorhebungen sind von mir)
Reinhard Bütikofer will nicht mehr Parteichef der Grünen sein - wer will es ihm verdenken. Nun sucht man in Berlin einen Nachfolger. Doch der Job ist wenig attraktiv - und mit Kollateralschäden verbunden. Einer davon heißt Claudia Roth. 1
Tja, das passt wie die Faust aufs Auge wie man so schön sagt. Aber es geht noch weiter.
Und dann gibt es noch ein gewichtiges Argument dagegen, Bütikofers Job zu übernehmen. Es lautet: Claudia Roth.
Die Begeisterung, an ihrer fröhlich-drallen Seite (”Ich liebe die Türkei und ihre Konflikte!”) 2 in den nächsten Wahlkampf zu ziehen, hält sich bei allen vorstellbaren Kandidaten in engen Grenzen, wie man hört. Es ist deshalb mehr als wahrscheinlich, dass Bütikofers Abgang eine Sogwirkung entfaltet, von der nachhaltig auch die verbleibende Parteivorsitzende betroffen sein wird - um mal eine Rothsche Stammvokabel zu benutzen.Wenn aber Claudia Roth geht, muss in Berlin schon wieder eine grüne Kontaktanzeige aufgegeben werden. Bärbel Höhn aus NRW? Rebecca Harms aus Niedersachsen? Oder besser gleich zwei Frauen an der Spitze: Antje Hermenau aus Sachsen im Tandem mit Anja Hajduk aus Hamburg?
Die Grünen werden in den kommenden Wochen jedenfalls ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: in Hinterzimmern über sich selbst reden. 1
Wollen wir also alle hoffen, dass die Sogwirkung stark genug ist um jemanden wie Frau Roth, die sowohl realitäts- als auch argumenresistent ist, in die Tiefe der politischen Verdammung zu reisen. Dann wäre diese Betroffenenheitsfanatikerin endlich mal von der Bildfläche verschwunden und hätte kein Forum mehr für ihre aberwitzigen Ideen. Zeit wäre es dafür allemal.
- s. Spiegel online - Junger Mann zum Mitreisen gesucht [←] [←]
- vgl. Spiegel online - Politiker erklären die Welt: Claudia Roth und die Türkei [←]









Vom Feinsten!
Der Artikel stammt übrigens von Claus Christian Malzahn. Diesen Namen sollte man sich merken, denn er ist im Gegensatz zu den meist rot bis dunkelroten Spiegel-Schreiberlingen ein Mann mit politischem Durchblick. Das zeigt sich auch in diesem Artikel: Böse Amis, arme Mullahs
ein kleiner Auszug:
“48 Prozent der Deutschen halten die USA für gefährlicher als Iran - nur 31 Prozent glauben das Gegenteil. Das Ergebnis entspricht der deutschen Grundverlogenheit. Höchste Zeit für eine Neuauflage von Re-Education.
Die Deutschen haben im Laufe ihrer jüngeren Geschichte schon an vieles geglaubt. An Kolonien in Afrika und an den Kaiser; dem glaubten sie sogar, das es keine Parteien mehr gebe, sondern nur noch Frontsoldaten. Wenig später glaubten sie, dass man Juden in Ghettos und KZs stecken sollte, weil sie Volksschädlinge sind. Dann glaubten sie an die Autobahn und den Endsieg und wieder ein paar Jahre später an die D-Mark. Sie glaubten daran, dass die Mauer noch ewig steht und dass die Rente sicher ist. Sie glaubten an Mülltrennung und Billigflüge, an Telekom-Aktien und den Fußball-WM-Sieg, sie glauben sogar gleichzeitig an Peter Hahne und Harald Schmidt.
Die USA - Gefahr für den Weltfrieden? US-Flagge über dem ehemaligen World Trade Center
Im Moment glauben sie, dass die USA für den Weltfrieden gefährlicher sind als Iran. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des “Stern”. Besonders die jungen Deutschen - 57 Prozent der 18- bis 29-Jährigen - erklärten, sie hielten die USA für bedrohlicher als das religiöse Regime in Iran. Das Ergebnis kommt keineswegs überraschend.
Die offizielle deutsche Politik, die das Ergebnis der Umfrage heftig beweinen wird, hat den Antiamerikanismus größtenteils verursacht. Jahrelang wurde den Deutschen von ihren Außenministern das Märchen vom “kritischen Dialog” zwischen Europa und Iran erzählt. Es ging etwa so: Wenn wir nett zu den Ajatollahs sind, ein bisschen mit ihnen knuddeln und ab und zu mit dem Finger “DuDuDu” machen, dann hören sie auf, ihre Frauen wegen “unkeuschen Verhaltens” zum Tode zu verurteilen und die Atombombe zu bauen. Irgendwie ging der Plan schief, was man in Washington übrigens lange vorher ahnte. Iran bastelt unverdrossen am nuklearen Programm, der Präsident Mahmud Ahmadinedschad reagiert auf Uno-Beschlüsse mit demonstrativer Ignoranz. Die Uno ist dann böse und verfasst eine Resolution.
Ansonsten wünscht sich der iranische Präsident die Auslöschung Israels. Das dauert noch ein bisschen. Um nicht aus der Übung zu kommen ließ das Regime vor ein paar Tagen 15 britische Soldaten kidnappen. Aber schuld sind immer die Amis, ist ja klar.”
weiterlesen
Leider bleibt uns der grüne Flunsch erhalten.
Bei ihrem Abgang werde ich Lichterketten organisieren.