Giordano hält Großmoscheen für “Landnahme auf fremdem Territorium”
4. Oktober 2007 | Von tio85 | Kategorie: Deutschland, IslamEin lesenswertes Interview von Ralph Giordano zum gestrigen “Tag der offenen Moschee” im Deutschlandradio. 1 Den Mitschnitt gibt es auch als mp3 Datei. 2 Wie immer vermag es Giordano auch dieses Mal die Probleme mit Großmoscheen in Deutschland präzise auf den Punkt zu bringen. (Hervorhebungen sind von mir)
Degenhardt: Das ist die Frage. Wo sollen zum Beispiel die Muslime ihrer Religion nachgehen, wenn nicht in Moscheen?
Giordano: Das ist ja immer wieder das gleiche Argument, ja, sie muss raus aus den Hinterhof-Moscheen. Herr Kollege, ich kann nur sagen, zwischen Hinterhof-Moscheen und Großmoscheen, Giga-Moscheen, Mega-Moscheen gibt es eine ganze Reihe von Abstufungen ohne Abschreckungseffekt wie in diesem Falle hier - ob es nun in Duisburg ist, in Köln, in Mannheim, Frankfurt oder München.
Diese Giga-Moscheen, die ja gebaut werden, sind meiner Meinung nach - und nicht nur meiner Meinung nach, sondern ein großer Teil der deutschen Bevölkerung hat ganz klar erkannt, was die wahre Absicht ist, nämlich ein Machtanspruch, es ist eine Kriegserklärung, es ist eine Landnahme auf fremdem Territorium.
Ich mache hier doch nicht alle Muslime schlecht, ich kehre mich doch nicht gegen alle Muslime. Ich kehre mich gegen eine schleichende Islamisierung. Ich bin kein Türkenschreck, Herr Kollege, ich bin kein Anti-Muslim-Guru. Ich habe nicht zum Bürgerkrieg aufgerufen. Ich habe ein schwerwiegendes, innenpolisches Problem durch meinen Protest an die Öffentlichkeit gebracht. Der öffentliche Diskurs ist da, Gott sei Dank.
Und über ein Thema, ein wichtiges, schwerwiegendes, innenpolitisches Thema zu sprechen, auch konträr zu sprechen, ist immer noch besser als das, was bis jetzt da war, nämlich über dieses Problem zu schweigen, es zu verdrängen oder zu beschönigen. 3
- vgl. Deutschlandradio - Giordano hält Großmoscheen für “Landnahme auf fremdem Territorium” [←]
- s. Deutschlandradio - Mitschnitt als mp3 [←]
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