Pro Patria

Integration - Lehrer sollen Türkisch sprechen

24. September 2007 | Von tio85 | Kategorie: Islam

Und wieder einmal eine famose Idee, die eine möglicherweise erfolgreiche Integration vollkommen unmöglich machen würde, sie im wahrsten Sinne des Wortes torpedieren würde. Sieht man mal davon ab, dass es nie eine richtig gute Integrationspolitik gab, aber das ist ein anderes Thema.

Der Wissenschaftler Jörg Ramseger, der FU-Berlin fordert, dass Lehrer in der Sprache der Immigranten unterrichten sollten, um denen eine bessere schulische Ausbildung zu ermöglichen. Die Lehrer sollen schon während des Studiums mindestens eine “Immigrantensprache” erlernen. Favorisiert hat Ramseger Türkisch, Russisch oder Arabisch. Seiner Ansicht nach wäre diese Maßnahme immens wichtig um die ausländischen Kinder besser zu integrieren, da dies maßgeblich vom Erfolg in der Schule abhänge (womit er sogar Recht hat). Am besten wäre, die angehenden Lehrer würden ein Jahr ins Ausland gehen und dort die Landessprache, in der sie später unterrichten sollen, erlernen. So bekämen sie sicherlich auch gleich die Gepflogenheiten und die Kultur der Migranten mit. Alles extremst integrationsfördernd in Deutschland. 1

Zumindest wenn man die Integration in Parallelgesellschaften fördern will. Denn die einzige Möglichkeit für Migrantenkinder überhaupt noch in Kontakt mit der deutschen Sprache zu kommen ist wohl die Schule. Wenn die lieben Kleinen, dann nicht mal dort mehr ein paar Brocken Deutsch auffangen (was in Schulen mit über 90% Ausländeranteil schon schwierig genug ist), wie sollen diese Kinder bitte später in der Gesellschaft Fuß fassen? Von einem Einstieg ins Berufsleben mal ganz abgesehen. Wenn sie natürlich in die Türkei etc. zurückkehren würden, ja dort hätten sie natürlich beste Chancen mit ihrer fundierten türkischen Ausbildung made in germany. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass eine weitere Beschleunigung der Abschottung in sogenannte Parallelgesellschaften stattfindet. Denn die meisten bleiben ohne jeden Zweifel in Deutschland. Oder wo bitte soll ein Mensch ohne Kenntnisse der Sprache seines Aufenthaltlandes hin, wenn er bspw. einkaufen möchte? Zum Metzger oder Gemüsehändler Müller, bei dem er womöglich Gefahr läuft aus Versehen Schweinefleisch zu kaufen, wenn er kein Wort Deutsch spricht? Da geht er doch eher zum türkischen Händler seines Vertrauens, genau wie der Rest Seinesgleichen. Ganz sicher wird er zudem die deutsche Kultur nicht verstehen, begreifen können und daher kein Interesse haben an ihr teilzuhaben oder sie wenigstens zu akzeptieren.

Ein ganz anderes Problem stellt sich Ramsegers fantastischer Idee natürlich auch noch in den Weg. Denn bei derart bunt gemischten, multikulturell korrekten Klassen heutzutage, stellt sich doch folgende Frage: In welcher Immigrantensprache unterrichtet man denn dann? Von Klasse zu Klasse unterschiedlich, je nach Mehrheitsverhältnissen? Bei gleicher Anzahl verschieden sprachiger Migrantenkinder dann ein halbes Schuljahr in russisch, das andere in türkisch? Oder die Klassen doch gleich nach Nationalität aufteilen? Die letzten verbliebenen deutschen Kinder, die eigentlich ein Anrecht auf einen Unterricht in ihrer Muttersprache hätten, weit vorab jeglicher Minderheit im Lande, könnten dann ja auch gleich türkisch lernen. Das hilft ihnen später im Leben sicherlich, sollten sich solche Schnapsideen, wie die von Herr Ramseger tatsächlich durchsetzen.

Dass es viel erfolgsversprechender wäre, den Kindern auf Biegen und Brechen Deutsch beizubringen, sollte wohl jedem normalen Menschen klar sein.

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  1. vgl. Welt online - Lehrer sollen Türkisch sprechen []
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