Migrantengewalt - wo bleibt der mediale Aufschrei?
29. August 2007 | Von tio85 | Kategorie: AllgemeinDass die mediale Maschinerie bestens funktioniert und für Empörung und Bestürzung in der Nation sorgen kann, obgleich die Geschehnisse noch nicht zu 100% geklärt sind, hat sie am Fallbeispiel Mügeln gezeigt. Kommt jedoch die Gewalt nicht von vermeintlich rechtsextremen Tätern, dann hält sich die Journaille vornehm zurück. Warum sie das macht verstehe ich zwar nicht ganz, ließe sich doch auch mit Gewaltätigkeiten verübt durch Migranten ebenso viel Geld verdienen wie mit “Glatzen”. Zudem müsste man genauso wenig Objektivität und Neutralität an den Tag legen, wie man ja spätestens seit Fällen wie Seibnitz oder Mulugeta weiß.
Wie dem auch sei, in Bad Godesberg kam es die Tage auch zu einer Massenschlägerei. Rund 30 Schüler wurden nach dem Verlassen einer Vor-Abiturfeier von mehreren Türken und Marokkanern teilweise mit Flaschen und einem Baseballschläger angegriffen. Die Angreifer ergriffen jedoch schlagartig die Flucht als die, durch die Schüler, verständigte Polizei eintraf. Die einzige Zeitung in der man über den Vorfall etwas findet ist der (kleine) General Anzeiger.
Bei der Schlägerei wurden elf Schüler laut Polizei leicht verletzt. Sie wurden ambulant behandelt. Noch am späten Abend befragten Beamte die Schüler und suchten am Tatort nach Spuren. Bei den Tätern, so haben die Opfer der Polizei berichtet, soll es sich um Türken und Marokkaner handeln. Eine Behördensprecherin: “Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Wir bitten Zeugen um Hinweise unter der Rufnummer (02 28) 1 50.”
Und die Schlägerei war nicht die erste Eskalation: Erst eine Woche zuvor, ebenfalls am Freitagabend, war es unter Jugendlichen in der Godesberger Innenstadt zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Später gab es Randale an einer Diskothek und in einer Straßenbahn. Die Polizei reagierte mit 13 Platzverweisen. Daraufhin beruhigten sich die Gemüter. 1
Ein weiterer Fall von Migrantengewalt findet man in der Berliner Morgenpost. Wurde hier noch erwähnt, dass es sich um Täter mit Migrationshintergrund handelt, wird dies im aktuellen Bericht über den gleichen Supermarkt verschwiegen.
Von “Schön, dass Sie bei uns einkaufen”, steht auf einem Werbeplakat an der Plus-Filiale an der Berolinastraße. Ein Spruch, der für die Schüler der Oberschule gleich gegenüber seit zwei Tagen nur noch bedingt gilt. Nur einzeln dürfen sie den Supermarkt betreten. Ihre Rucksäcke müssen sie am Eingang abgeben. 36 Schüler haben Hausverbot. Grund für die Einlasskontrollen ist ein anderer Spruch: “Wir kommen wieder”, hatten Unbekannte an die Hauswand des Ladens geschmiert, wenige Stunden nachdem Jugendliche am letzten Schultag vor den Sommerferien in großem Stil geklaut, Regale umgeworfen und randaliert hatten. 36 Verdächtige zwischen 13 und 17 Jahren hatte die Polizei vor sechs Wochen festgenommen. Gegen sie wird immer noch ermittelt, wie eine Sprecherin bestätigt. Ob Anklage erhoben wird, ist derzeit offen. 44 Vernehmungen stehen noch aus. Nach Polizeiangaben hat sich der Kreis der Verdächtigen seit Mitte Juli noch vergrößert. 2
Des weiteren dieser Fall, der eindeutig zeigt wie man ganz sicher nicht an der Berufsschule aufgenommen wird.
SCHLÜCHTERN Der kommissarische Schulleiter der Kinzig-Schule, Gerhard Ohly, ist heute Mittag vor dem Sekretariat des Beruflichen Schulzentrums in Schlüchtern Opfer einer Gewalttat geworden. Dort ist der 63-Jährige von einem jungen Mann aus Wächtersbach derart heftig geschlagen worden, dass der Rektor zu Boden ging und blutüberströmt ins Krankenhaus der Bergwinkelstadt eingeliefert werden musste.
Ein dringend tatverdächtiger 20-Jähriger wurde von Schlüchterner Polizeibeamten noch auf dem Schulhof festgenommen und am Nachmittag ebenso wie etwa ein halbes Dutzend Zeugen vernommen. Auf Beschluss der Staatsanwaltschaft Hanau ist der Mann nach Vernehmung und erkennungsdienstlicher Behandlung aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
Nach Angaben der Polizei erlitt der Schulleiter durch die Attacke einen Nasenbeinbruch sowie schwere Prellungen an Kopf und Oberkörper. Außerdem verlor er einen Zahn. Nach Informationen unserer Zeitung wollte der junge Mann „jetzt und sofort“ einen Platz an der Höheren Handelsschule, von denen es in Schlüchtern rund 50 gibt. Weil der Wächtersbacher trotz eines mittleren Bildungsabschlusses aber die notwendigen Voraussetzungen für die Handelsschule nicht erfüllte, die Bewerbungsfrist für diese Schulform längst verstrichen und das Auswahlverfahren beendet ist, hatte ihm Ohly eine Absage erteilen müssen. 3
Und im nächsten Abschnitt erfährt man dann dankenswerterweise auch welcher Herkunft der junge Mann ist, den man natürlich nicht in Haft nehmen konnte. (Hervorhebung von mir)
Diese hat der junge Mann iranischer Herkunft aber nicht akzeptieren wollen, passte nach dem „Vorstellungsgespräch“ Ohly auf dem Gang ab und schlug auf diesen mit extremer Härte ein.
Wie unsere Zeitung von Augenzeugen erfuhr, hätte mindestens ein Dutzend Schüler die Auseinandersetzung beobachtet. Es habe sich aber zunächst niemand getraut, den Schläger zu stoppen. Ein Schüler sei dann jedoch dazwischen gegangen. Das Opfer sei dann von Kollegen weggebracht worden. 3
Für den Fall, dass die oben genannten zahlreichen Feiglinge Zeugen tatsächlich aussagen würden, wollte der Iraner dann auch lieber vorsorgen.
Der Tag nach der brutalen Attacke gegen den Schulleiter der Kinzig-Schule durch einen Schüler war gestern für Eltern, Lehrer und Schüler nicht allein ein Tag zum Verarbeiten des Erlebten oder zum Überdenken der Gewalttat, sondern auch ein Tag der Sorge und des mulmigen Gefühls.
In der Nacht zu Freitag war der 20-jährige Wächtersbacher erneut festgenommen und von der Kripo Gelnhausen verhört worden. Anlass waren nach Angaben der Polizei massive verbale Drohungen im Internet, die sich gegen die von den Ermittlern vernommenen Zeugen sowie allgemein gegen Angehörige der Beruflichen Schulen in Schlüchtern gerichtet haben sollen. Äußerungen wie „Ich bring’ Euch alle um“, die dem Hobby-Kickboxer hätten zugeordnet werden können, sollen in mindestens einem Chat-Forum aufgetaucht sein und zu entsprechender Unruhe unter Schülern und Eltern geführt haben. 4
Im Vergleich dazu das von den Medien auserkorene Musterbeispiel für rechtsextreme Gewalt nach der “Hetzjagd” in Mügeln. Wenigstens kann man sich diesmal sicher sein, dass es tatsächlich ein rechtsextremer Vorfall war.
In Magdeburg ist ein Iraker von einem noch unbekannten Täter mit einem Baseball-Schläger angegriffen worden. Nach Angaben der Polizei war der 36-jährige Mann in der Nacht zum Samstag an einer Bushaltestelle zunächst mit ausländerfeindlichen Sprüchen beleidigt worden. Kurze Zeit später sei der Täter erneut erschienen, habe seinen Hund auf den Iraker gehetzt und mit einem Baseball-Schläger auf den Mann eingeschlagen. Als die von einer Zeugin alarmierte Polizei eintraf, flüchtete der Täter. Das Opfer erlitt eine Platzwunde am Kopf. Die Magdeburger Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung und wegen gefährlicher Körperverletzung. 5
Was haben diese Beispiele nun alle gemeinsam? Alle sind verachtenswert, egal wodurch die Gewalt begründet wird, und wenn es nach mir ginge würde man allesamt auf Brot und Wasser setzen oder des Landes verweisen (was mit manchem Deutschen ja leider nicht geht…). Nur das hilft bei den genannten Fällen m.E. noch. Stattdessen passiert folgendes. Es werden wieder Millionen locker gemacht, seitens der Politik, für sinnlose Präventionsprojekte gegen rechtsextreme Gewalt und andere Werkzeuge der Kuschelpädagogik, die ja doch nichts bringen werden. Es werden weiter die Augen verschlossen werden was die steigende Migrantengewalt angeht, seitens der Medien. Und die Empörungsmaschinerie wird auch beim nächsten (un)echten Vorfall von Rechtsextremismus heiß laufen und weiterhin durch ihre vollkommen übertriebene Berichterstattung dazu beitragen, dass die Menschen gegenüber den Machenschaften der wahren Neonazis weiter abstumpfen und der Gleichgültigkeit verfallen. Nichts anderes erreicht man indem man mit zweierlei Maß misst, unseriös recherchiert und berichtet.
Aber was reg ich mich auf, ist doch alles so wie immer…
- s. General Anzeiger - Täter flüchten nach Massenschlägerei im Kurpark [←]
- s. Berliner Morgenpost - Polizei schützt Supermarkt vor Randalierern [←]
- Fuldaer Zeitung - Brutaler Angriff auf Leiter der Berufsschule [←] [←]
- s. Fuldaer Zeitung - Erneute Festnahme nach Drohungen im Internet [←]
- s. Deutschlandradio - Magdeburg: Unbekannter greift Iraker mit Baseballschläger und Hund an [←]








