Kapitulation der Demokratie
16. August 2007 | Von tio85 | Kategorie: IslamJetzt bringe ich schon wieder einen Artikel aus der Jungen Freiheit. Mir bleibt zur Zeit aber auch gar nichts anderes übrig, da es dermaßen zutreffend ist was dort zu lesen ist.
Lediglich die Aussage “Gegen die Islamkritiker muß man einwenden, daß der Islam selbst kein gravierendes Problem wäre,…” bereitet mir Kopfschmerzen. Denn zum einen stimmt es. Der Islam wäre kein Problem wenn nur eine Minderheit ihm anhängen würde. Da dies aber nicht der Fall ist, denn in ganz Europa gibt es zig Millionen Islamanhänger, zumeist streng gläubig, entkräftet sich dieses Argument selbst und ist somit belanglos. Der Status quo wird sich in Europa im Laufe der nächsten Jahrzehnte nämlich nicht änder. Damit meine ich die Zahl der Einwanderer muslimischen Glaubens wird eher noch ansteigen, zumahl aktuell nicht absehbar ist, dass die Regierungen die Einwanderung merklich erschweren bzw. regulieren oder gar den umgekehrten Wert der verstärkten Ausweisung einschlagen will.
Somit stimmt das Argument eben auch nicht. Der Islam ist aufgrund seiner Lehre an sich ein Problem. Wie bei uns Christen gibt es natürlich auch im Islam Leute die der Religion nur auf dem Papier angehören, sprich keine praktizierenden Gläubige sind. Und diese werden den Koran auch nicht 1:1 befolgen. Des Pudels Kern ist aber, dass streng gläubige Christen, für die bekanntermaßen das Neue Testament zu befolgen und von Bedeutung ist, in der Bibel keine Anweisungen vorfinden, die ihnen vorschreiben sich nicht mit Ungläubigen, also Anhänger anderer Glaubensrichtungen, abzugeben ihre Frauen zu schlagen oder nach einem Gesetzeskatalog wie der Scharia zu leben. 1
Deswegen ist es für mich auch lächerlich von radikalen Islamisten zu sprechen, wie immer wieder in der Presse zu lesen ist. Diese Fanatiker haben den gleichen Koran wie andere Muslime und halten sich schlicht in fundamentaler Weise an das, was ihnen dort erzählt wird. D.h. sie sind in der Festigkeit ihres Glaubens fanatisch aber sie legen den Islam an sich nicht anders aus! Meine Meinung zum Koran/Islam verdeutlicht dieses Zitat von Ibn Warraq auf die Aussage “Sie unterscheiden nicht zwischen Islam und Islamismus, wie es in Europa üblich ist.” von Henryk M. Broder:
Nein, ich halte das für irreführend. Wenn Sie differenzieren möchten, dann könnten Sie sagen: Der Islam ist keine friedliche Religion, aber es gibt viele friedliche Muslime. Sie könnten auch sagen: Der Islam ist nicht das, was die Muslime tun sollten, es ist das, was sie tun. Deswegen unterscheide ich zwischen drei Schichten des Islam: dem Koran, der Auslegung durch die Theologen und der täglichen Praxis. Und die war meistens liberaler und toleranter als das, was die Schriftgelehrten uns vermitteln wollten. 2
Deswegen hab ich an sich auch nichts gegen Muslime (wäre ja auch rassistisch) aber ihr Glauben ist dermaßen mittelalterlich und unvereinbar mit unserem Grundgesetz, den Menschenrechten, jeglichem Verständnis von Demokratie und unseren westlichen Werten, dass es nur noch so kracht…
Hier nun aber der Artikel aus der Jungen Freiheit:
© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. 34/07 17. August 2007
Demonstrationsverbot in Brüssel
Kapitulation der Demokratie
von Dieter Stein
Für den 11. September haben islamkritische Gruppen aus mehreren europäischen Staaten zu einer Großdemonstration in Brüssel aufgerufen. Unter dem Motto „Stoppt die Islamisierung Europas“ wollten nach den Angaben der Anmelder über 20.000 Menschen für Freiheit und gegen Islamisierung demonstrieren. Brüssels sozialistischer Oberbürgermeister Freddy Thielemanns hat die Genehmigung der bereits mit den Behörden vereinbarten Kundgebung jetzt untersagt (siehe auch Bericht auf Seite 8), weil sich die in Brüssel lebenden Muslime hierdurch „vor den Kopf gestoßen“ fühlen könnten.
Aufgerufen zur Demonstration haben aus Deutschland Moscheegegner und Islamkritiker um den Publizisten Udo Ulfkotte sowie Partnerorganisationen aus Dänemark, Großbritannien, der Schweiz und Belgien. Das Verbot der Demonstration ist nun ein eminenter politischer Skandal, der aber die Brisanz der Islamisierung und die ihr zugrunde liegende Wandlung des Gesichts Europas durch die Masseneinwanderung der letzten Jahrzehnte erst kenntlich macht. Vielleicht hat Brüssels Oberbürgermeister den Organisationen sogar einen Gefallen erwiesen, denn er macht deutlich, daß die Kapitulation vor zugewanderten Minderheiten nicht eine Frage ferner Zukunft ist, sondern bereits alltäglich stattfindet.
Gegen die Islamkritiker muß man einwenden, daß der Islam selbst kein gravierendes Problem wäre, hinge ihm in einem die Religionsfreiheit respektierenden Europa lediglich eine konstante Minderheit an oder schlössen sich dieser konversionswillige Autochthone in überschaubarer Zahl aufgrund von Mission an. Zum bedrohlichen Problem wird die religiöse Frage allein, weil hinter ihr eine demographisch-ethnische Herausforderung steht. Die muslimischen Gemeinschaften in Europa breiten sich dynamisch-exponentiell nicht aufgrund ihres Glaubens, sondern aufgrund ungebremster Einwanderung und vor allem erheblich höherer Fertilität aus.
Deshalb geht die aggressive Kritik am Islam, wie sie von Oriana Fallaci über Ralph Giordano bis zu Udo Ulfkotte jetzt salonfähig wird, letztlich am Kernproblem vorbei. Die Polemik gegen die kulturell-religiöse Identität der muslimischen Einwanderer wird diese wahrscheinlich sogar erst recht zusammenschweißen. Die nichtmuslimische (Noch-)Mehrheitsbevölkerung muß sich statt dessen endlich zu einer Kombination aus restriktiver Einwanderungspolitik, die den Nachzug vor allem aus dem islamischen Raum stoppt, und einer offensiven Bevölkerungspolitik der europäischen Völker entschließen. Nicht die Vitalität des Islam und seiner Völker ist das Problem, sondern die biologische und kulturelle Selbstaufgabe Europas.
Daß das sich ständig demokratisch preisende Europa das Kerngrundrecht einer Demokratie, das der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit, auf dem Altar einer politisch korrekten Multikulti-Ideologie bereitwillig opfert, zeigt den schmalen Grat, der die Freiheit vom Totalitarismus trennt. Die Demonstrationsanmelder zeigen indes Humor: Jetzt wollen sie in Brüssel eine Party für den renitenten Bürgermeister feiern. Dieser hat am 11. September Geburtstag und soll sich über viele Gäste freuen. 3
- vgl. Evangelische-Freikirchliche Gemeinde - Der Islam aus christlicher Sicht [←]
- s. Spiegel online - “Dieser kalte Krieg kann 100 Jahre dauern” [←]
- s. Junge Freiheit - Kapitulation der Demokratie Ausgabe 34/07 17. August 2007 [←]








