Pro Patria

Andere Kulturen, andere Sitten

16. August 2007 | Von tio85 | Kategorie: Deutschland, Islam

Arzu Toker ist in Ostanatolien in der Türkei geboren und lebt seit 1974 in Deutschland 1 und ist Mitbegründerin des Zentralrats der Ex-Muslime. Dabei handelte es sich um einen Verein dessen Mitglieder dem Islam abgeschworen haben, wie man der Homepage entnehmen kann.

Die Aufgaben und Ziele sehen dabei wie folgt aus:

Dem Zentralrat der Ex-Muslime gehören Menschen an, die entweder den muslimischen Glauben aufgegeben haben oder die niemals Muslime waren, wenngleich sie aufgrund ihrer Herkunft aus einem sog. “muslimischen Land” gemeinhin der “Gruppe der Muslime” zugerechnet werden. Da viele von uns gezwungen waren, den islamischen Machthabern in unseren Herkunftsländern zu entfliehen, können und wollen wir es nicht hinnehmen, dass nun in Deutschland ausgerechnet muslimische Funktionäre in unserem Namen sprechen sollen. 2

Der Zentralrat der Ex-Muslime grenz sich dabei auch entschieden gegen die bekannten Dachverbände für Muslime ab, da diese in ihren Augen keinen Anspruch darauf haben für alle Muslime in Deutschland sprechen zu können.

Wir wehren uns in aller Entschiedenheit dagegen, dass muslimische Organisationen wie der Islamrat oder der Zentralrat der Muslime den Anspruch erheben, uns und unsere Interessen in Deutschland vertreten zu können! 2

Frau Toker hat um zum eigentlichen Thema zu kommen einen bemerkenswerten Artikel in der “Neuen Rheinischen Zeitung” geschrieben, welcher ihre Sicht zu Parallelgesellschaften, radikalen Anhängern des Islam und der geplanten Moschee in Köln-Ehrenfeld darlegt.

Die deutsche Geschichte hat viele Menschen so nachdenklich gemacht, dass sie hinter jedweder kritischen Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Religionen gleich Rassismus und Ablehnung wittern. So geht es offensichtlich vielen Linken in Köln im Zusammenhang mit der hier heftig diskutierten Moschee-Bauplanung in Ehrenfeld. Wenn es jedoch um ihre eigene Kultur und Gesellschaft geht, sind sie unbarmherzig. Trotzdem räumen sie uns Menschen aus anderen Kulturen nicht ein, dass auch wir das Bedürfnis haben, uns mit „unseren“ Herkunftskulturen und Religionen kritisch-aufklärerisch auseinander zu setzen. Diese Haltung gibt dann wiederum den so genannten konservativen Migranten, den rechten Migranten, den Nährboden, auf dem sie – befreit von der natürlichen gesellschaftlichen Gegenposition – agieren können. 3

Mit beeindruckender Klarheit und den richtigen Worten schildert sie die Idiotie der Linken in Deutschland und ihrere verklärten Sicht der Realität, die diese Gutmenschen immer wieder veranlasst jegliche Minderheit in die Opferrolle zu zwängen und die in jeder Kritik gegenüber Migranten Rechtsradikalismus zu erkennen glaubt. Sobald sich aber der Verdacht nicht erhärtet, dass Rechtsradikale am Werk waren, sondern dass Verbrechen von Leuten verübt wurde, die in der Weltanschauung der Linken nicht die Täter sein dürfen, verstummt jegliche Empörung. Es gibt keine Mahnwachen mehr, keine Lichterketten und wie gesagt schon gar keinen Aufschrei der Empörung mehr. Macht es denn einen Unterschied wer ein Verbrechen verübt? Wird die Tat in ihrem Ausmaß schlimmer wenn ein idiotischer Neonazi sie verübt hat? Oder umgekehrt: Kann man von einem minder schweren Vergehen ausgehen, wenn es sich bspw. um einen Ehrenmord handelt? Die Linken schreien wohl lauthals ja! Dazu zwei passende Beispiele aus dem Artikel.

Beispiele für Kulturrelativismus gibt es zuhauf: Minderheiten werden so lange romantisiert, bis sie sich auf deutschen Autobahnen für ein „Vaterland“ verbrennen und dadurch unangenehme Staus verursachen. Aber auch dann wird nicht etwa Kritik geübt, sondern geschwiegen. Als ich damals in einem Fernsehkommentar die Gesinnung, sich fürs Vaterland zu verbrennen, kritisierte, wurde ich mit Nazis verglichen.

Eine große Enttäuschung für die Kulturrelativisten und Machos war der Brandanschlag in Krefeld 1997, dem zwei junge Mädchen und ihre Mutter zum Opfer fielen. Solange der Verdacht bestand, dass das eine Tat von Rechtsradikalen gewesen sei, wurde protestiert: auch Türken und Kurden prügelten sich, um die eigene Fahne auf den Särgen ausbreiten zu können. Opfer werden geliebt, Opfer wollte man sein. Der Protest hörte jedoch schlagartig auf, als aufflog, dass der eigene Vater bzw. der Ehemann der Täter war. Und das milde Urteil im Zusammenhang mit der Hinrichtung von Hatun Sürücü durch ihren jüngsten Bruder ist die brutale gerichtliche Version des Kulturrelativismus. Die Kölner SPD-Abgeordnete und Islambeauftragte Lale Akgün brachte es sogar so weit, dass sie uns vom Zentralrat der Ex-Muslime in einer türkischen Zeitung beschuldigte, die Islamfeindlichkeit zu schüren und gab uns somit als Feindbild zum Angriff frei. Sie sprach so den Menschen, die nicht mehr mit dem Islam identifiziert werden wollen, das Recht ab, sich zu organisieren. 3

Die lieben Linken reagieren auf solche Artikel, wie Frau Toker es auch beschrieben hat, mit dem Totschlagargument schlechthin, dem Vorwurf von Rechtsextremismus oder aber Rassismus. Der Artikel “Schluss mit Toleranz”, der als Reaktion auf Tokers Beitrag erschien zeigt anschaulich aus welchem Holz diese Leute geschnitzt sind. Unbelehrbar und resistent gegenüber jedem Argument der Gegenseite, ja, so kennen und “lieben” wir sie.

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  1. vgl. Homepage von Arzu Toker []
  2. s. Zentralrat der Ex-Muslime - Über den Zentralrat der Ex-Muslime [] []
  3. s. Neue Rheinische Zeitung - Andere Kulturen, andere Sitten [] []
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