Kofferbomber von Köln wegen Mordes angeklagt
20. Juni 2007 | Von tio85 | Kategorie: IslamDer Kofferbomber von Köln wurde wegen Mordes angeklagt. Der Terrorvorwurf wurde indessen fallen gelassen. Am 31. Juli 2006 hatte der Libanese Youssef al-H. am Hauptbahnhof in Köln zwei Koffertrolleys mit selbst gebauten Sprengsätzen in zwei Regionalzügen deponiert, die laut Bundesanwaltschaft eine verheerende Druckwelle ausgelöst hätten. Die beiden Sprengsätze bestanden aus Propangasflaschen und zusätzlichen Brandbeschleunigern. Die Bomben detonierten glücklicherweise aufgrund eines Konstruktionsfehlers nicht.
Als Begründung für den fallen gelassenen Terrorvorwurf gibt die Bundesanwaltschaft an, dass für eine Anklage wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung minimal drei Personen von Nöten sein.
Für mein persönliches Gerechtigkeitsbewusstsein ist es allerdings schwer zu verstehen, dass jemand zwei Regionalzüge nach Hamm und Koblenz sprengen wollte und nicht als Terrorist angeklagt wird, sonder “nur” wegen Mordes. Juristisch mag das einwandfrei sein aber in diesem Fall muss man sich schon fragen ob unser Rechtssystem nicht grundlegend überarbeitet werden muss.
Quelle: Welt online








